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EDC

Einspritzpumpen

Die elektronische Dieselsteuerung ermöglicht eine exaktere Steuerung des zeitlichen Einspritzverhaltens und eine genauere Kraftstoffmengenzuteilung als eine mechanische Steuerung. Moderne Einspritzsysteme wie Common Rail werden durch die EDC erst möglich.

Dies gelingt ihr durch das Arbeitsprinzip „EVA“ (Eingabe–Verarbeitung–Ausgabe). Bei dem EVA-Prinzip werden die Signale von den Sensoren im Steuergerät zu Kennfeldern zusammengelegt, verarbeitet und die Aktoren von diesem angesteuert. Durch die elektronische Steuerung der Einspritzanlage ergeben sich folgende Vorteile:

  • Einhaltung verschärfter Abgasgrenzwerte

  • Verminderung des Kraftstoffverbrauchs

  • Optimierung von Drehmoment und Leistung

  • Verminderung des Motorgeräuschs

  • Optimierung der Laufruhe

  • Verbesserung des Ansprechverhaltens

  • Problemlose Ausrüstung des Fahrzeugs mit einem Tempomat

  • Vereinfachte Anpassung eines Motortyps an unterschiedliche Fahrzeuge


Das Steuergerät der EDC ist neben dem ESP eines der leistungsfähigsten und aufwändigsten Geräte im Fahrzeug. Hier werden nicht nur sehr viele Ein- und Ausgangssignale verarbeitet, sondern dies muss auch entsprechend der Drehzahl, der Zylinderzahl des Motors und noch vieler weiterer Bedingungen in Echtzeit geschehen. Kernstück der Hardware ist ein Mikrocontroller mit Flash-Speicher in dem eine Software der Größenordnung im Megabyte-Bereich läuft. Weitere Funktionen des Steuergerätes sind:

  • Kommunikationen zu anderen Steuergeräten via High-Speed CAN-Bus

  • Eigendiagnose / Fehler erkennen und abspeichern

  • Diagnoseschnittstelle über Kommunikationsprotokoll KWP2000

  • Wegfahrsperre


Elektronisch geregelter Spritzversteller

Der von der Drehzahl abhängige Pumpeninnenraumdruck wirkt über ein getaktetes Magnetventil auf den Spritzversteller, wodurch dieser den Spritzbeginn über den Rollenring verändert.

EDC für Pumpe-Düse

Während der Einspritzdruck beim Pumpe-Düse-System ohne elektronische Eingriffsmöglichkeiten durch einen Nocken aufgebaut wird, kann das Steuergerät über ein Magnetventil den Druckraum kurzschließen und somit z. B. aus einer Druckphase durch zwischenzeitliche Ansteuerung zwei aufeinanderfolgende Einspritzungen erzeugen. Das Ventil ermöglicht auch eine Veränderung von Spritzbeginn und Ansteuerdauer während der Druckphase.

EDC für Common Rail

Beim Common-Rail-System liegen die einspritzspezifischen Aufgaben des Steuergeräte in der Raildruckregelung sowie in der Ansteuerung der Injektoren.
Weitere Aufgaben des Steuergerätes sind vom Einspritzsystem unabhängig.

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